Workshops


20150728_143538-1Wir haben Zusagen von tollen ExpertInnen rund um die Themen Ernährungswende in der Stadt, Verkehr der Zukunft, Nachhaltige Bauen, Aktiv werden für den Wandel:

Stadtführung 12:00-13:30 Uhr FairFührt durch Fürth

Fürth hat viele schicke Adressen, Boutiquen und ambitionierte Gastro die auf Fairness beim Einkauf setzen. In einer etwas anderen Führung begleitet Sie die Weltladen-Mitarbeiterin Birgit Jungkunz durch eine kleine spannende Auswahl der insgesamt rund 50 Adressen. 

Workshopphase 1: 12:30 -13:30 Uhr

Zero Waste Leben und unverpackt Einkaufen in Nürnberg

Die drei Referent*innen stellen Euch in diesem Vortrag den müllfreien Lifestyle „Zero Waste“ vor und zeigen auf, wie Ihr das Konzept Zero Waste im Alltag umsetzen könnt.
Anne Mäusbacher erzählt, wie viel Müll es bereits in unseren Flüssen und Meeren gibt und was man auch hier in der Region mit der ganzen Familie dagegen tun kann.
Anne Tieseler bringt auch den Müllfreien Lifestyle „Zero Waste“ nahe und gibt Tipps wie ihr ganz einfach euer Waschmittel, Zahnpasta und Deo selbst machen könnt. Thomas Linhardt stellt einen verpackungsfreien Laden vor und informiert zu Neuigkeiten von ZeroHero, dem ersten Unverpacktladen in Nürnberg, der am 21.9. in Gostenhof eröffnet hat.

Thomas Linhardt (Zero Hero – Unverpacktladen), Anne Tieseler (www.grueneralltag.de) und Katharina Liss (www.beachcleaner.de)

Nachhaltige Verkehrsplanung

Welche Ansätze gibt es für die nötige Transformation im Verkehr? Unsere Mobilitätsbedürfnisse werden aktuell alles andere als nachhaltig befriedigt. Unsere Form der Mobilität ist nicht auf die Welt übertragbar. Technologische Heilsversprechen, wie der Ersatz/Umtausch der auf individualisierte motorisierte Einzelfahrzeuge basierenden Mobilität durch die Antriebsart (E-Auto) werden die wesentlichen Knappheitsprobleme (Luft, Ruhe und Fläche) in urbanen Siedlungsräumen nicht lösen.
Die derzeitigen politisch forcierten Problemlösungsmechanismen folgen erlernten Denkstrukuren und engen die Freiräume für neue Entwicklungen restriktiv ein. Nachhaltigkeit im Verkehr erfordert jedoch vor allem eine Veränderung des Sichtweise und damit ein neues Problemverständnis, das nicht beim Fahrzeug halt macht und neuen, anderen technologischen Entwicklungen einen Raum gibt.

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“
(Albert Einstein)

Prof. Dr.-Ing. Harald Kipke untersucht im Bereich Verkehrs- und Stadtplanung an der TH Nürnberg im Rahmen einer Forschungsprofessur für Intelligente Verkehrsplanung am Nuremberg Campus Of Technology „Strategien zur Umsetzung eines Allmende-orientierten Mobilitätsmanagements in urbanen Siedlungsräumen“. Als Verkehrs- und Stadtplaner mit Lebensstationen in Lindau, München, Bochum und Nürnberg kennt er urbane Verkehrsentwicklungen in Theorie und Praxis.

Prof. Kipke wird unterstützt durch Harald Riedel, Fürther Stadtrat und Fuß- und Radwegebeauftragter in Fürth.

Workshopphase 2: 14:00-15:00 Uhr

Verbietet das Bauen oder wie nachhaltige Stadtentwicklung aussehen müsste

In 60 Minuten tragen wir das theoretische Rüstzeug für die beispielhafte Transformation eines Dorfes und einer Mittelstadt zusammen und überlegen uns Strategien dafür. Ausgehend von den Bedürfnissen der Stadtbewohnerinnen einerseits und die „Grenzen des Wachstums“ beachtend andererseits versuchen wir gemeinsam ein urbanes Gleichgewicht mit Entwicklungspotential zu finden. Dabei werden wir auch Fragen der Ästhetik und der sozialen Organisation streifen. Um die Ökonomie brauchen wir uns zum Glück nicht zu kümmern, weil nachhaltiger Städtebau massiv günstiger ist als das, was heute so betrieben wird.

Uwe Scheibler, dipl.Ing.Landschaftsplanung FH, Senior Consultant for Sustainable Development, Permaculture Designer: Über 20 Jahre im eigenen Planungsbüro mit städtischer Grünplanung und urbanem Naturschutz befaßt, danach langjähriger Dozent und Forschungstätigkeit an der Uni Göttingen in den Fachgebieten urbane Ökologie, Umweltplanung, Umweltpolitik und Permakultur.
Ehrenamtlich als Mitgründer des Bundesarbeitskreises „Zukunftsfähige Raumnutzung“ beim Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland BUND und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat engagiert. Der BUND ist eine Umwelt- und Naturschutzorganisation mit über 500’000 Mitgliedern, Landesverbänden sowie Kreis- und Ortsgruppen. Er ist das deutsche Mitglied des globalen Naturschutznetzwerkes Friends of the Earth.

Ernährung in der Stadt – Die Stadt als Aushandlungsort für neue Ernährungsarrangements

In Gemeinschaftsgärten, Interkulturellen Gärten, City Farms, Kiez- und Nachbarschaftsgärten, in mobilen urbanen Landwirtschaftsprojekten und in Solidarischen Landwirtschaften wird nicht nur Biogemüse angebaut, sondern es werden auch die konventionellen Ernährungsarrangements produktiv unterlaufen. Die Akteure einer neuen Urban-Food-Bewegung experimentieren mit Alternativen und entwickeln kollaborative Formen des Austausches von Wissen und Technik.

Dr. Christa Müller ist Soziologin und Herausgeberin von „Urban Gardening. Über die Rückkehr der Gärten in die Stadt“ (oekom Verlag). Sie forscht zu postindustriellen Formen des Tätigseins und leitet die Münchener Forschungsgesellschaft anstiftung. www.anstiftung.de

Workshopphase 3: 15:30-16:30 Uhr

Grüne Lunge in der Stadt – Parklets statt Parkplätze

Was verändern Parklets innerhalb der Stadtgesellschaft? Wie können Freiräume in der Stadt geschaffen werden? Die Stuttgarter innovativen Referent/innen werfen mit uns einen Blick auf Fürth und diskutieren mit uns ihre Ideen und Vorschläge.

Zusammengefunden hat sich das Team Parklet im gemeinsamen Studium der Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart. Es sind Kristin Lazarova, Bulgarin, Basil S. Helfenstein, Schweizer, und Philipp Wölki, Schwabe, die mit den Initiatoren des Parking Day, Hanka Griebenow und Sven Glatz, die Diskussion über den Öffentlichen Raum in Stuttgart neu entfacht haben. Neben dem Studium gründeten sie das Studio UBK, in dem sie sich mit freier Kunst, eigenen Möbelentwürfen und theoretischen Schriften beschäftigen. Immer wieder werden sie als Tutoren und Gastredner eingeladen. Die drei harmonieren besonders durch ihre unterschiedlichen Schwerpunkte und Charaktere. Sie sind Planer und Macher, euphorisch und bedacht, Theoretikerin und Praktikerin, progressiv und traditionell, in der Fremde und in der Heimat, cyan, magenta und yellow, in der Gegenwart und in der Zukunft – aber stets kollektiv für eine lebenswerte Stadt.

Carrot Mobs machen Schule – innovative Bildung und Klimaschutz

Bei einem Carrotmob verabreden sich viele Menschen in einem ausgesuchten Ladengeschäft und kaufen ein. Die so erzielten Einnahmen investiert das Ladengeschäft in Maßnahmen für den Klimaschutz – das können zum Beispiel sparsame Kühlgerate oder der Umstieg auf Ökostrom sein. Ein vielfältiges Rahmenprogramm rundet die Veranstaltung ab und sorgt für Laufkundschaft. Greencity leitet bei „Carrotmob macht Schule“ Schüler/innen an, einen Carrotmob zu organisieren.

Im Workshop setzt Andreas Obermeier den Fokus auf die hinter der Aktionsform stehenden Themen Konsum und Nachhaltigkeit sowie konkreten Umsetzungsmöglichkeiten und Fragen zu „Carrotmob macht Schule“.

Der Refernt ist Diplom-Biologe und Umweltpädagoge und seit 2017 bei Green City e.V. im Umweltbildungsteam angestellt. Hier konzipiert Green City Umweltbildungsprojekte (Themenschwerpunkte Energie, Klima, Mobilität) für alle Altersstufen und sensibilisiert so für ein gutes, nachhaltiges Leben in der Stadt. Als Projektleiter des vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative geförderten und in Kooperation mit BildungsCent e.V. umgesetzten Projekts „Carrotmob macht Schule“ bringe Andreas Obermeier die Idee des Carrotmobs als Klimaschutzaktion an Bildungseinrichtungen und befähige und ermutige LehrerInnen mit ihren SchülerInnen auf innovative Weise selbst für den Klimaschutz aktiv zu werden.